Ausstellung „DISPARITION PROGRAMMÉE“ im Musée Bolo

Ab dem 10. November 2011 präsentiert das „Musée Bolo“ (www.memoires-informatiques.org, Collection Yves Bolognini, Les amis du Bolo’s Computer Museum) die neu gestaltete Aussetllung „DISPARITION PROGRAMMÉE“ ETH / EPFL Lausanne. Ein Team von begeisterten Computerfachleuten zeigt anhand originaler Computerartefakte Einblicke in die Geschichte der Computer und der Informatik. Zudem ermöglicht die Ausstellung mittels fünf unterschieldich konzipierter Zungänge unerwartet akutelle Perspektiven der „Informationsgesellschaft.

Vernissage:
Mittwoch 9. Novembre 2011, 17h30 im Forum Rolex, Rolex Learning Center, EPFL

Musée Bolo
EPFL – École Polytechnique Fédérale de Lausanne
Bâtiment INF
Station 14
1015 Lausanne
www.bolo.ch

Jahrestagung und Generalversammlung G&I – Congrès annuel et assemblée générale de H&I

Einladung zur Jahrestagung und Generalversammlung des Vereins für Geschichte und Informatik 2011

Jahrestagung am 11. und 12. November 2011 an der Universität Lausanne

Zusammen mit Infoclio, hist-net und dem Schweizerischen Bundesarchiv führen wir unsere Jahrestagung 2011 als THATCAMP zum Thema „Digital History“ und „Digital Humanities“. Das international bereits erprobte und erfolgreiche Format einer sogenannten „partizipativen un-conference“ scheint uns eine ideale Plattform zu bieten, um über Fragen der „Digital History“ ins Gespräch zu kommen.

Generalversammlung 2011 – Assemblée génerale 2011

Die Generalversammlung findet am 12. November im Rahmen des THATCamps 2011 in Lausanne statt.

Traktanden – Ordre du Jour:

1. Abnahme des Protokolls der ausserordentlichen Generaversammlung vom 02.07.2010 in Bern / Acceptation du procès-verbal de la dernière extraordniare AG/GA de Berne du 02.07.2010
2. Jahresbericht (Juli 2010 – September 2011) / Rapport d’activité (juillet 2010 – septembre 2011)
3. Rechnung 2010 und Budget 2011 / Comptes 2010 et budget 2011
4. Bericht des Revisors / Rapport du réviseur des comptes
5. Austritte, Wahlen / Démissions, Elections
6. Zukunft des Vereins  / L’avenir de l’Association
7. Diverses / Divers

Simplicissimus digital

Die erste Ausgabe der politisch-satirischen Wochenschrift Simplicissimus erschien 1896. Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich zur wichtigsten Plattform für künstlerisch und literarisch aktive Zeitgenossen.

Kopfzeile der ersten Simplicissimusausgabe

„Ihr Name steht für die antiklerikale, antifeudale und fundamentaldemokratische Auseinandersetzung mit der Innen- und Außenpolitik des Kaiserreichs und der Weimarer Republik ebenso wie für pointierte Mentalitätskritik am deutschen Normalbürger, «Michel»“.  Die nationalsozialistische Gleichschaltung betrifft jedoch ab 1933 auch den Simplicissimus und führt auf redaktioneller und inhaltlicher Ebene zu Anpassungen, wodurch die Bissigkeit und das Unbequeme der Beiträge verloren geht.

Die „Simplicissimus 1896 bis 1944 Online-Edition“ – unter der Leitung der Klassik Stiftung Weimar – kann als ein durchaus gelungenes Digitalisierungsprojekt mit hoher Sensibilität im Bereich qualitativer Erschliessung historischer Quellen bezeichnet werden. In einem ersten Schritt wurden die einzelnen Ausgaben der Wochenschrift digitalisiert. Anschliessend versah man den Inhalt mit einem Begriffsregister, dass „alle erwähnten Personen, Geographika und Institutionen, historisch bedeutsame Ereignisse und thematische Stichworte“ beinhaltet. Dieses Bestreben war für die vollständige inhaltliche Erschliessung eine Notwendigkeit und macht dieses Digitalisierungsprojekt so einzigartig. Als technische Lösung wird ein Apache-Webserver eingesetzt, dessen Webanwendungen basieren auf Typo3 unter Verwendung von MySQL und PHP.

Reklame: Zeichnung von Theodor Heine, 1928 (Jg. 33), Heft 4, S. 41.

Titelbild: Dernburgs Abschied – 1910 (Jg. 15), Heft 13; Zeichner: Theodor Heine.

Ein Besuch empfiehlt sich: www.simplicissimus.info

Lektüreempfehlung: Digital Past – Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter.

Unter dem Titel „Digital Past: Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter“ erschien diesen Herbst im Oldenburg Verlag die 184 Seiten starke Kurzform der Habilitationsschrift von Peter Haber.

Die nachstehende Kapitelstruktur verspricht eine spannende wissenschaftliche Lektüre in der „specie rara“ der deutschsprachigen digital humanities:

– Das Internet der Geschichte
– Ordnung und Unordnung, Archiv und Vergessen
– Das Google-Syndrom und die Heuristik des Suches
– Die Historische Methode im 21. Jahrhundert
– Geschichte und Geschichtswissenschaft 2.0

Peter Haber: Digital Past. Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter
München 2011 (Oldenbourg), 184 Seiten, ca. € 29,80 [D].

 

Hinweis: Treffen Sie Peter Haber am THATCamp Switzerland am 11. und 12. November in Lausanne.