infoclio.ch Tagung 2013: Geschichtswissenschaften und Verlage im digitalen Zeitalter

TitelblattAm 15. November 2013 findet in Bern die infoclio.ch-Tagung zum Thema „Geschichtswissenschaften und Verlage im digitalen Zeitalter“ statt. Die Tagung ist die fünfte Veranstaltung der Reihe «Digitale Medien und Geschichtswissenschaften».

Forschende, Verleger, Vertreterinnen wissenschaftlicher Institutionen und weitere Akteure, die am Prozess des wissenschaftlichen Publizierens beteiligt sind, referieren und diskutieren über die aktuellen Entwicklungen im geschichtswissenschaftlichen Verlagswesen und die Zukunft des digitalen Publizierens.

Die Teilnahme ist kostenlos. Ab September 2013 kann man sich im internet anmelden.

Programm:

9h00-9h30: Empfang

9h30-9h35: Begrüssung – Enrico Natale, Leiter, infoclio.ch

9h35-11h30: Session 1: Das geschichtswissenschaftliche Publizieren in der Schweiz – Eine Bestandesaufnahme

9h35-10h05: François Vallotton, Professeur d’histoire contemporaine, Université de Lausanne – L’édition numérique en Suisse. Un regard…

10h05-10h35: Ingrid Kissling-Näf, Leiterin Abteilung 1, Schweizerischer Nationalfonds – Die Förderung der geisteswissenschaftlichen Publikationen. Bilanz und Perspektiven

10h35-11h: Jean Richard, Directeur, Editions d’en bas – L’édition en histoire entre modèles traditionnels et nécessité de changement

11h00-11h30: Kaffeepause

11h30–12h45: Podium 1: Das geschichtswissenschaftliche Publizieren in der Schweiz – Eine Bestandesaufnahme

– Moderation: Monika Dommann, Professorin für Zeitgeschichte, Universität Zürich
– Marco Iorio, Chefredaktor, Historisches Lexikon der Schweiz
– Ingrid Kissling-Näf, Leiterin Abteilung 1, Schweizerischer Nationalfonds
– Claude Pahud, Directeur, Editions Antipodes
– François Vallotton, Professeur d’histoire contemporaine, Université de Lausanne
– Hans-Rudolf Wiedmer, Leiter, Chronos Verlag

12h45-13h30 Mittagessen

13h30-14h30: Session 2: Digitales Publizieren, Open Access und die Zukunft der geschichtswissenschaftlichen Publikation

– Pierre Mounier, directeur adjoint d’OpenEdition – Edition numérique et débat sur l’Open Access en France

– Gary Hall, Professor of Media and Cultural Studies, Conventry University – Open Access Advocacy and the future of scholarly publishing

14h30-14.50 Pause

14h50-16h30: Podium 2: Der digitale Wandel und das geschichtswissenschaftliche Publizieren in der Schweiz

– Moderation: Stefan Nellen, Chef, Dienst Historische Analysen, Schweizerisches Bundesarchiv
– Olivier Babel, Directeur, Presses Universitaires Romandes, Lausanne
– Ruedi Bienz, Leiter und Inhaber, Schwabe Verlag
– Alain Cortat, Directeur, Editions Alphil
– Pierre Mounier, directeur adjoint d’OpenEdition
– Bruno Meier, Leiter, Verlag Hier+Jetzt
– Jean Richard, Directeur, Editions d’en bas

NB: Die Anmeldung ist ab sofort möglich: Online-Anmeldung

Neu erschienen: Nach Feierabend – Peter Haber und Digital Humanities

Die aktuelle Nummer des Zürcher Jahrbuchs für Wissensgeschichte zum Thema Digital Humanities ist soeben erschienen. Darin findet sich unter anderem der Artikel „Google-Syndrom – Phantasmagorien des historischen Allwissens im World Wide Web“  unseres Kollegen Peter Haber. Peter war Ende April dieses Jahres nach langer Krankheit verstorben. Der Text erschien erstmals 2004 „Geschichte und Informatik (15): Vom Nutzen und Nachteil des Internet für die historische Erkenntnis. Version 1.0„. 

digital_him_nachfZudem in „Nach Feierabend“: Schlaue Maschinen. Peter Habers kritische Medienwissenschaft und unsere Lage im Netz heute von Philipp Sarasin; ein Nachruf auf Peter Haber.

Das Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte wird von David Gugerli, Michael Hagner, Caspar Hirschi, Andreas B. Kilcher, Patricia Purtschert, Philipp Sarasin und Jakob Tanner herausgegeben. Die einzelnen Artikel sind online beim „diaphnes“ Verlag verfügbar:

– Philipp Theisohn Verteidigung der Paraphrase. Das Wiedererzählen und die Krise der Geisteswissenschaften.
– Niels-Oliver Walkowski: Text, Denken und E-Science. Eine intermediale Annäherung an eine Konstellation.
– Max Stadler: Der Geist des Users. Oder: vom Ende des »Boole’schen Traums«.
– Philippe Wampfler: »online first«. Geisteswissenschaften als Social Media.
– Tobias Hodel: Das kleine Digitale. Ein Plädoyer für Kleinkorpora und gegen Großprojekte wie Googles Ngram-Viewer.
– Omar W. Nasim: Was ist historische Epistemologie?
– Nathalie Dietschy, Claire Clivaz, Dominique Vinck: Ein digitales Kulturobjekt. Der Fall der »Restaurierung« des Ecce homo von Borja.
– Alfred Messerli: Neue und neueste Versuche einer allgemeinen Erzähltheorie. Zu Fritz Breithaupts und Albrecht Koschorkes Studien.
– Peter Haber: »Google-Syndrom«. Phantasmagorien des historischen Allwissens im World Wide Web.
– Philipp Sarasin: Schlaue Maschinen. Peter Habers kritische Medienwissenschaft und unsere Lage im Netz heute.
– Michael Hagner, Caspar Hirschi: Editorial.