Call for Papers: Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen

Der Verein Geschichte und Informatik lanciert ein Call for paper für eine Konferenz, die in Bern am 5-6 Februar 2020 stattfinden wird, unter dem Titel: «Tü-ta-too» Die Zukunft kommt! Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen

Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation und dem PTT-Archiv anlässlich des 170-jährigen Jubiläums der Schweizerischen Post (gegründet 1849) organisiert. Eingabefrist: 30. Juni 2019.

Call for Papers: «Tü-ta-too» Die Zukunft kommt! Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen

Die technische Transformation von Informationsflüssen, beispielsweise durch das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, «Smart Cities» oder neue Mobilfunkstandards, stellt öffentliche und private Akteure, die für Kommunikationsinfrastrukturen verantwortlich sind, vor grosse Herausforderungen.

Diese Herausforderungen sind jedoch nicht neu. In der Vergangenheit haben grundlegende technologische Innovationen, von der Telegrafie und der Bahn bis zum Internet und Drohnen, das traditionelle Funktionieren von Kommunikationsorganisationen in Frage gestellt und strategische Neuausrichtungen gefordert.

Diese Beziehungen zwischen technologischen Innovationen und dem Gestalten von Kommunikationsinfrastrukturen, sind der Gegenstand des Symposiums, das im Februar 2020 stattfinden wird. Im Mittelpunkt sollen Bestrebungen zur gezielten Steuerung von Innovationen durch öffentliche und private Akteure stehen. Hierzu gehören die verschiedenen nationalen Post- und Telekommunikationsunternehmen, aber auch andere für Kommunikationsinfrastrukturen zuständige Stellen.

Da es sich bei Innovation oft um eine Art «Black Box» handelt, kann sie nur schwer «reguliert» oder «gesteuert» werden – was Unternehmen und Regierungen jedoch nicht daran gehindert hat, zu versuchen, den Lauf des technologischen Wandels in ihrem Sinne zu beeinflussen. Wobei zunächst ganz grundsätzlich gefragt werden muss, wo die verschiedenen Akteure Innovation im breiten Spektrum zwischen Erfindung und Vision sowie Utopie und Ideologie verorten. Die Frage nach dem Funktionieren dieser Prozesse von Steuerung und Adaption in Post- und Kommunikationsinfrastrukturen seit dem 19. Jahrhundert stellt ein wichtiges Erkenntnisinteresse der Konferenz dar.

Während solche Fragen bisher im Rahmen der Unternehmens- und Technikgeschichte berücksichtigt wurden, möchte die Konferenz den Blickwinkel auch um Beiträge aus anderen historischen Disziplinen erweitern, um der Vielfalt der sozialen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen oder technischen Aspekte Rechnung zu tragen, die das Innovationsmanagement beeinflusst haben. Beiträge zu nationalen Fallstudien, insbesondere solche zur Schweiz, dem Veranstaltungsort der Konferenz, sind ebenso willkommen wie Studien aus internationaler oder transnationaler Perspektive.

Im Rahmen einer Roundtable-Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Geschichtswissenschaft, Industrie, Management und Politik wird ausserdem diskutiert werden, welchen Beitrag die historische Analyse von technologischen Transformationsmomenten für das Innovationsmanagement der Gegenwart und Zukunft spielen könnte.

Beitragsvorschläge

Vorschläge für mögliche Beiträge – ein Abstract von max. 500 Wörtern sowie ein kurzer CV – können bis zum 30. Juni unter info@ahc-ch.ch eingereicht werden. Die Autoren werden über die Auswahl der Beiträge im August 2019 informiert. Die Beiträge können in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache eingereicht werden. Die Beiträge werden im Anschluss an die Konferenz in der Zeitschrift «Geschichte und Informatik / Histoire et Informatique» veröffentlicht.

Datum : 5.-6. Februar 2020
Veranstaltungsort : Museum für Kommunikation / Helvetiastrasse 16 / 3000 Bern

Generalversammlung / Assemblée générale

Am Freitag, den 20. November 2015, findet unsere jährliche Generalversammlung um 17:30 in Bern, UniS (Schanzeneckstrasse 1), statt. Mitglieder und interessierte sind alle willkommen.

Die Versammlung findet direkt in Anschluss an die Digital Humanities Tagung der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften, die an diesem Tag in der Aula 003 dieses Gebäude stattfindet.

Vendredi 20 novembre 2015, l’Assemblée générale annuelle de notre association aura lieu à 17h30 à Berne, bâtiment de l’université UniS, Schanzeneckstrasse 1. Les membres et toutes les personnes intéressées sont les bienvenues.

L’assemblée a lieu directement après la fin du colloque Digital Humanities de l’Académie suisse des sciences humaines et sociales, qui prend place ce même vendredi dans l’aula 003 de ce bâtiment.

Traktanden / Ordre du jour

  1. Begrüssung / Bienvenue
  2. Wahl der Stimmenzähler/-innen / Election des scrutateurs/ scrutatrices
  3. Abnahme des Protokolls der Generalversammlung vom 10.12.2013 des Vereins Geschichte & Informatik in Bern / Acceptation du procès-verbal de la dernière AG/GA de Berne du 10.12.2013
  4. Jahresbericht (2014-2015) / Rapport d’activité (2014-2015)
    • Publikation Vol. 18-19 / Publication Vol. 18-19
    • Blog
    • Neuer Vertrag mit der SGG / Nouveau contrat avec la SSH
  5. Rechnung 2015 und Budget 2016 / Comptes 2015 et budget 2016 (Mario Aeby)
  6. Bericht des Revisors / Rapport du réviseur des comptes (Marco Jorio)
  7. Austritte, Wahlen / Démissions, Elections
  8. Künftige Aktivitäten / Futures activités
  9. Diverses / Divers

Veröffentlichung: Visualisierung von Daten in der Geschichtswissenschaft

Nach mehreren Jahren ohne Veröffentlichung, nach der Bildung eines neuen Vorstands des Vereins und nach einer langwierigen Arbeit ist er endlich da: Der neue Band unserer Zeitschrift Geschichte und Informatik ist soeben erschienen!

Dieser doppelte Band (18/19) widmet sich den methodologischen Implikationen der Visualisierung von Daten in der Geschichtswissenschaft.

In den letzten Jahren benutzen HistorikerInnen erneut quantitative Methoden und legen ihre Ergebnisse in originellen visuellen Formen vor (etwa Netzwerke, interaktive Karten oder andere multimedialen Visualisierungen). Deshalb regen die veröffentlichten Beiträge zur Reflexion an, indem sie häufige methodische Probleme, mehr oder weniger gelungene Erfahrungen oder die Geschichte dieser Methoden thematisieren.

Neuer Band der ZeitschriftÜber diesen Inhalt hinaus bekommt die Zeitschrift ein neues Layout und erscheint gleichzeitig als schöner Papierband und als PDF, das frei heruntergeladen werden kann (Open Access).

Mehr kann man auf dieser Seite erfahren.