Digital Humanities – Numismatik und Nachbargebiete: Konzepte, Fragen, Erfahrungen

Die internationale Numismatik entwickelt zur Zeit eine grosse Dynamik, was digitale Projekte im Rahmen der «Digital Humanities» angeht. Viele Projekte und Daten-Portale, vor allem im Umfeld von nomisma.org, erarbeiten Normdaten, Konzepte und Datenstandards im Zusammenhang mit Metadatenbanken. Vor allem die Normdaten und Konzepte vereinheitlichen und erleichtern die Arbeit mit grossen Datenmengen vielfältigster Herkunft und stellen eine gemeinsame «Ontologie» zur Verfügung.

Diese Projekte erreichen auch die Schweiz und werden hier an Münzkabinette, an archäologische Dienste oder ans Inventar der Fundmünzen der Schweiz angebunden. Gleichzeitig entstehen an Universitäten Kompetenzzentren für Digital Humanities; Unternehmen der Grundlagenforschung innerhalb und ausserhalb der SAGW entwickeln eigene Portale (z.B. Histhub), um digitale Ressourcen und Ontologien zu entwickeln und zu bündeln. Der Workshop versucht zum ersten Mal, solche Bestrebungen, soweit sie für die archäologische Numismatik methodisch oder inhaltlich von Interesse sein können, vorzustellen und den Austausch über Konzepte und Erfahrungen zu fördern.

Es stellt sich dabei auch die Frage, was der Ertrag dieser neuen Ontologien und Metadatenbanken für die numismatische Forschung sein kann. Ergeben sich neue Themenfelder oder wird einfach die Masse des bisher Bekannten leichter zugänglich gemacht? Was für Erfahrungen werden gemacht, wenn Ontologien über die Fachgrenzen hinweg entwickelt werden müssen? Welche Fragestellungen können wir mit strukturierten Daten anders formulieren als bisher? Wie müssen die Konzepte definiert sein, damit sie nicht nur den Forschungsstand abbilden, sondern wissenschaftlichen Mehrwert schaffen?

Programm

Freitag, 13. März 2020 / Vendredi 13 mars 2020
10:30 – 11:30 – 35. Ordentliche Mitgliederversammlung der SAF / XXXVe Assemblée générale ordinaire du GSETM
ab / dès 11:45: Mittagessen (Stehlunch) / Repas de midi (buffet)

ab / dès 13:00 – Registrierung / Inscription

13:30 – 13:45 – Christoph Reding (Kantonsarchäologie Baselland) Begrüssung / Mot de bienvenue

13:45 – 14:00 Rahel C. Ackermann (Inventar der Fundmünzen der Schweiz, Bern) Einführung in das Workshopsthema / Introduction au thème des journées scientifiques

Session 1: Numismatische Projekte / Projets numismatiques
(Chair: Andrea Casoli)

14:00 – 14:30 Karsten Tolle (Universität Frankfurt a.M.)
Was bringen uns Linked Open Data und wie kann man das Vertrauen in diese stärken?

14:30 – 15:00 Martin Baer (Universität Wien)
Anwendungsorientierte Forschungsmöglichkeiten anhand von numismatischen Onlinedatenbanken

15:00 – 15:30 Marguerite Spoerri (University of Oxford)
Das Projekt «Coin Hoards of the Roman Empire»: Aktueller Stand, Herausforderungen und Perspektiven

15:30 – 16:00 Pause

Session 2: Kulturhistorische Blicke / Regards d’histoire culturelle
(Chair: Nicole Beuret)

16:00 – 16:30 Tobias Hodel (Universität Bern)
Die Numismatik aus Sicht der Digital Humanities: Standards und machine learning

16:30 – 17:00 Pascale Sutter (Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen, Bern)
Die Sammlung Schweizerischer Rechtsquellen (SSRQ) – eine Fundgrube für die Numismatik?

17:00 – 17:30 Werner Bosshard (Historisches Lexikon der Schweiz, Bern)
Das digitale HLS vernetzt

17:30 – 18:00 Monika Studer (Universitätsbibliothek Basel)
Katalogisierung im Verbundkatalog HAN (Handschriften – Archive – Nachlässe)

18:00 – 18:30 Diskussion / Discussion

20:00 Gemeinsames Abendessen / Repas du soir en commun
Tapeo – Brasserie Ziegelhof Liestal, Zeughausplatz 15, CH-4410 Liestal
https://www.tapeo.ch/index.php/liestal-brasserie-ziegelhof

Samstag, 14. März 2020 / Samedi 14 mars 2020
Session 3: Digitale Werkstätten / Ateliers numériques (Chair: Gilles Perret)

09:15 – 09:35 Christian Weiss (Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich)
Das Projekt OSCAR – ein Online-Typenkatalog der Schweizer Münzprägung in Mittelalter und Neuzeit

09:35 – 09:55 Anne-Francine Auberson (Inventaire des trouvailles monétaires suisses, Berne), Rahel C. Ackermann (Inventar der Fundmünzen der Schweiz, Bern)
Visualisierung von Münzfunden

09:55 – 10:30 Pause

10:30 – 10:50 Julia Genechesi (Musée d’archéologie et d’histoire, Lausanne), Daniel Schmutz (Bernisches Historisches Museum), Gilles Perret (Musée d’art et d’histoire, Genève)
MuseumPlus im Betrieb / MuseumPlus en fonctionnnement

Session 4: Runder Tisch / Table ronde (Chair : Benedikt Zäch)

10:50 – 12:30 Rahel C. Ackermann, Tobias Hodel, Pascale Sutter, David Wigg-Wolf
Ertrag und Perspektiven / Apports et perspectives

12:30 Ende des Workshops / Fin des journées scientifiques

13:30 Fakultatives Mittagessen / repas de midi facultatif
Restaurant Farnsburg, Rheinstrasse 4, 4410 Liestal
https://www.restaurant-farnsburg.ch/

Programm (pdf)
Anmeldeformular (Anmeldefrist: 28.2.2020) (pdf)

Piloter l’innovation dans les infrastructures de communication – Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen – 5./6.2.2020 Bern

Mittwoch | Mercredi, 5.2.2020
14.00 – 15.45
Welcome (Heike Bazak (PTT-Archive), Christiane Sibille (Verein G&I))

Larissa Schüller (Universität Zürich)
Von der Gesprächsvermittlung zum Auskunftsdienst. Innovation und Gender in den Schweizer Telefonzentralen

Anne-Katrin Weber (Université de Lausanne)
Innovation and the Discourse on Newness: The Case of Television’s “Revolutions”, 1920s to 1970s

Diego Hättenschwiler (Bern)
Wikipedia: ein unerwarteter Erfolg: Seine Publikationssoftware als Infrastruktur zur weltweiten Zusammenarbeit

16.00 – 17.00
Guided visit of the Museum of Communication

Donnerstag | Jeudi 6.2.2020
09.30 – 10.30
Guided visit of the PTT-Archive

11.00 – 12.30
Richard Vahrenkamp (Logistic Consulting, Berlin)
Von der Eisenbahnlogistik zur elektronischen Revolution: Infrastrukturinvestitionen in den Paketumschlag der deutschen Post im 20. Jahrhundert

Brice Demars (Université de Cergy-Pontoise)
Les Postes françaises face au Minitel « politique »

Eng Sengsavang (UNESCO, Karin Priem (University of Luxembourg)
Media Technologies for a Better World: How UNESCO Steered Communication Infrastructures and Uses of Media after the Second World War

13.45 – 15.15
Marie Sandoz (Université de Lausanne)
La station terrienne pour satellites de Loèche (1974 –aujourd’hui) : éclairage culturel sur l’histoire d’une infrastructure technique transnationale

Paolo Bory, Ely Lüthi, Gabriele Balbi (Università della Svizzera italiana)
The birth of the Swiss Supercomputing Centre (CSCS)

Daniela Zetti (ETH Zürich)
Switching to digital times. The Swiss academic network SWITCH, 1980–2000

15.45 – 17.00
History and Innovation in Dialog
A talk with Wolfgang Eger, CIO Swiss Post
Moderated by Heike Bazak and Christiane Sibille

Öffentliche Veranstaltung mit beschränkten Plätzen / Anmeldung: info@ahc-ch.ch
Événement public à places limitées / Réservation gratuite: info@ahc-ch.ch
Conferenza pubblica con posti limitati / Iscrizione gratuita: info@ahc-ch.ch

Call for Papers: Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen

Der Verein Geschichte und Informatik lanciert ein Call for paper für eine Konferenz, die in Bern am 5-6 Februar 2020 stattfinden wird, unter dem Titel: «Tü-ta-too» Die Zukunft kommt! Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen

Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit dem Museum für Kommunikation und dem PTT-Archiv anlässlich des 170-jährigen Jubiläums der Schweizerischen Post (gegründet 1849) organisiert. Eingabefrist: 30. Juni 2019.

Call for Papers: «Tü-ta-too» Die Zukunft kommt! Innovationssteuerung in Kommunikationsinfrastrukturen

Die technische Transformation von Informationsflüssen, beispielsweise durch das Internet der Dinge, künstliche Intelligenz, «Smart Cities» oder neue Mobilfunkstandards, stellt öffentliche und private Akteure, die für Kommunikationsinfrastrukturen verantwortlich sind, vor grosse Herausforderungen.

Diese Herausforderungen sind jedoch nicht neu. In der Vergangenheit haben grundlegende technologische Innovationen, von der Telegrafie und der Bahn bis zum Internet und Drohnen, das traditionelle Funktionieren von Kommunikationsorganisationen in Frage gestellt und strategische Neuausrichtungen gefordert.

Diese Beziehungen zwischen technologischen Innovationen und dem Gestalten von Kommunikationsinfrastrukturen, sind der Gegenstand des Symposiums, das im Februar 2020 stattfinden wird. Im Mittelpunkt sollen Bestrebungen zur gezielten Steuerung von Innovationen durch öffentliche und private Akteure stehen. Hierzu gehören die verschiedenen nationalen Post- und Telekommunikationsunternehmen, aber auch andere für Kommunikationsinfrastrukturen zuständige Stellen.

Da es sich bei Innovation oft um eine Art «Black Box» handelt, kann sie nur schwer «reguliert» oder «gesteuert» werden – was Unternehmen und Regierungen jedoch nicht daran gehindert hat, zu versuchen, den Lauf des technologischen Wandels in ihrem Sinne zu beeinflussen. Wobei zunächst ganz grundsätzlich gefragt werden muss, wo die verschiedenen Akteure Innovation im breiten Spektrum zwischen Erfindung und Vision sowie Utopie und Ideologie verorten. Die Frage nach dem Funktionieren dieser Prozesse von Steuerung und Adaption in Post- und Kommunikationsinfrastrukturen seit dem 19. Jahrhundert stellt ein wichtiges Erkenntnisinteresse der Konferenz dar.

Während solche Fragen bisher im Rahmen der Unternehmens- und Technikgeschichte berücksichtigt wurden, möchte die Konferenz den Blickwinkel auch um Beiträge aus anderen historischen Disziplinen erweitern, um der Vielfalt der sozialen, wirtschaftlichen, politischen, kulturellen oder technischen Aspekte Rechnung zu tragen, die das Innovationsmanagement beeinflusst haben. Beiträge zu nationalen Fallstudien, insbesondere solche zur Schweiz, dem Veranstaltungsort der Konferenz, sind ebenso willkommen wie Studien aus internationaler oder transnationaler Perspektive.

Im Rahmen einer Roundtable-Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Geschichtswissenschaft, Industrie, Management und Politik wird ausserdem diskutiert werden, welchen Beitrag die historische Analyse von technologischen Transformationsmomenten für das Innovationsmanagement der Gegenwart und Zukunft spielen könnte.

Beitragsvorschläge

Vorschläge für mögliche Beiträge – ein Abstract von max. 500 Wörtern sowie ein kurzer CV – können bis zum 30. Juni unter info@ahc-ch.ch eingereicht werden. Die Autoren werden über die Auswahl der Beiträge im August 2019 informiert. Die Beiträge können in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache eingereicht werden. Die Beiträge werden im Anschluss an die Konferenz in der Zeitschrift «Geschichte und Informatik / Histoire et Informatique» veröffentlicht.

Datum : 5.-6. Februar 2020
Veranstaltungsort : Museum für Kommunikation / Helvetiastrasse 16 / 3000 Bern

Digital Humanities in der Schweiz: Plattformen und Datenbanken aus dem Bereich der Erforschung des langen 18. Jahrhunderts

Eine Übersicht über die Plattformen und Datenbanken aus dem Bereich der Erforschung des langen 18. Jahrhunderts entsteht aktuell unter http://www.sgeaj.ch/dh/.

Die Schweizerische Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts will damit Schweizer Projekten, die sich der Erforschung des Zeitraums 1650 bis 1850 widmen (Datenbanken, Repertorien, digitale Editionen, …), die Möglichkeit bieten, ihre Arbeit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung finden sich Informationen zu folgenden Projekten und Ressourcen:

Art et Démocratie (1789-1792) – F.-B. De Felice – Egodocuments.ch – Fleuron – hallerNet – Lavater – A Literary Tour de France – Lumières.Lausanne – Pestalozzi – Points de coutume neuchâtelois – Recueil helvétique (1798-1803) – Rousseauonline.ch – STN Online Database Archive – Tissot – Viatimages

Panel Geschichtstage 2019: Zur Kritik der digitalen Ökonomie

»Die Bedigung des Kapitals ist die Lohnarbeit.« Ausgehend von dieser Prämisse entwickelte Marx im 19. Jh. seine Mehrwerttheorie und darauf fussend die bekannteste Fundamentalkritik des kapitalistischen Systems. Als Grund für das Ausbleiben des im historischen Materialismus präsupponierten Zusammenbruchs des Kapitalismus wird oft angeführt, dass Mehrwert eben nicht nur durch menschliche Arbeit generiert werden könne. Immer häufiger wird selbiger heute von autonom ablaufenden Programmcodes und durch (Re-)Kombination von Daten gewonnen. War bis ins späte 20. Jh. der industrielle Fortschritt durch Effizienzsteigerungen im physischen Fabrikationsprozess gekennzeichnet, so dominieren im 21. Jh. unter den hinsichtlich Equity Value höchstbewerteten Unternehmen jene, bei denen materiell greifbare Produktionsmittel sekundär geworden sind. Quelle des Reichtums scheinen im Zeitalter der Digitalisierung Datenmengen zu sein sowie die Algorithmen, welche selbige auswerten. Wiewohl Marx’ Prophetien heute kaum mehr ernsthaft vertreten werden, bleiben andere Aspekte seiner Wirtschafts- und Sozialanalyse spannend und aktuell. So war Marx beispielsweise durchaus bewusst, dass Kapital kein Ding an sich ist, sondern dass es vielmehr als eine soziale Relation zwischen Klassen anzusehen ist, die durch die Welt der Dinge mediatisiert und in asymmetrischen Besitzverhältnissen reproduziert wird. Während damals der numerisch dominanten Arbeiterschaft die politisch-wirtschaftliche Macht und die Selbstentfaltung genommen wurde, indem eine geringe Zahl an Besitzbürgern deren Arbeitskraft viel zu billig für ihre Zwecke zu instrumentalisieren vermochte, aggregieren heute einige wenige Konzerne kostenlos und massenhaft persönliche Daten, die eigentlich dem Individuum gehören. Das Grundproblem ist also, ähnlich wie die soziale Frage im 19. Jh., hinreichend bekannt, die Möglichkeiten zur Remedur hingegen sind umstritten. Ebenso paralysiert wie abhängig gemacht sieht die Masse der Bevölkerung zu, wie der privilegierte Zugang zu Datenmengen als mächtigste Ressource der Gegenwart die Basis für künftige asymmetrische Reichtumsverhältnisse legt.

Im Rahmen des Panels sollen die angesprochenen Prozesse historisierend hinterleuchtet sowie prospektiv hinsichtlich ihrer Konsequenzen für Individuum und Gesellschaft analysiert werden. Welche Folgen werden Datamining oder errechnete Voraussagen des Userverhaltens auf uns alle haben? Wie gefährlich ist es für den sozialen Frieden, wenn Grossfirmen auf Basis von Algorithmen in sozialdisziplinierender Weise bestimmtes Verhalten honorieren oder stigmatisieren? Bedroht die künstliche Intelligenz ganze Berufszweige und führt dies zu neuen Formen der Arbeitslosigkeit? Bewirkt die Digitalisierung eine Selbstentfremdung des Menschen, ähnlich wie die Fabrikarbeit im 19. Jh.? Braucht es gar eine wie auch immer geartete Revolution, um die Freiheit des Einzelnen als Voraussetzung für eine freie Gesellschaft zu bewahren? Oder sind das nur Drohkulissen, die sich wie das marxistische Schreckgespenst eines Zusammenbruchs des Kapitalismus irgendwann in Luft auflösen werden?

Call for papers: Computer Networks Histories: Local, National and Transnational Perspectives

International Conference – Computer Networks Histories: Local, National and Transnational Perspectives 14-15 December 2017 Lugano, Switzerland

Organizers
Association Histoire & Informatique Suisse – Bern
IMeG Institute of Media and Journalism, Università della Svizzera italiana – Lugano

Aims and scope
Recently several works in the fields of Internet Studies, Science and Technology Studies, and Media Studies have stressed the importance of early local, national and transnational computer networks histories for a deeper understanding of technological and social change in contemporary societies.

This two-day conference has a triple aim.
First, gathering scholars and researchers from a variety of disciplines working on theoretical and empirical analysis of computer network histories.
Second, providing a wide perspective on these histories, including case studies from Asia, Africa, Latin America, and Oceania as well as international organizations dealing with the control and management of networks: this interdisciplinary and international debate could be useful to compare worldwide experiences and to provide new frames on this topic.
Third, the conference aims to develop new frameworks and a space of discussion on the historical role of computer networks, representing the starting point of an international community of scholars.

Potential topics may include, but are in no way limited to, the following:

  • The origins and development of computer networks under a local, national, international, or transnational perspective;
  • Political, economic, and cultural representations of computer networks in Western and Eastern cultures;
  • Comparative analysis of early and late networks;
  • Physical infrastructures and materiality of computer networks;
  • The political economy of national digital infrastructures;
  • Histories of the digitalization of analogic networks;
  • The history of failed and forgotten computer networks projects;
    The influence of early computer networks on the development of the Internet and of the World Wide Web;
  • The cultural and social history of computer networks communities (e.g. communitarian networks, academic networks, professional networks, civic networks).

All the authors are invited to send an abstract of a max 500 words and a short bio by February 28, 2017 to nethistories@gmail.com. All invited speakers interested in publish their papers in the journal revue Histoire et Informatique will be asked to send a paper of max 5000 words by October 31, 2017.

Conference venue
The two-day conference will take place in Lugano, Switzerland, hosted by the Faculty of Communication Sciences of USI – Università della Svizzera italiana. The organizing committee comes from a collaboration between the Institute of Media and Journalism (IMeG) of USI and the Association Histoire & Informatique Suisse of Bern.

Travel grants
A limited number of travel grants may be available for participants without access to other financial resources. To request travel funding, please add to your proposal the motivation of your request and an estimate of the needed budget.

Deadlines

  • 28 February 2017 Deadline for abstract submission
  • 31 March 2017 Notification of acceptance
  • 31 October 2017 Short papers (max 5000 words) to be delivered
  • 14-15 December 2017 2-days conference

 

Keynote speakers
Hu Yong
is a professor at Peking University’s School of Journalism and Communication, and a well-known new media critic and Chinese Internet pioneer.

Hu Yong is a founding director for Communication Association of China (CAC) and China New Media Communication Association (CNMCA). His publications include Internet: The King Who Rules, the first book introducing the Internet to Chinese readers, and The Rising Cacophony: Personal Expression and Public Discussion in the Internet Age, documenting major transformations in the Chinese cyberspace.
http://sjc.pku.edu.cn/English.aspx
Tweet @huyong

Benjamin Peters is Associate Professor in the Department of Communication at the University of Tulsa and affiliated fellow at the Information Society Project at Yale Law School. His research focuses on the cultural history and social theory of digital media, with emphases on the former Soviet Union and the West.

Professor Peters has recently published two books: Digital  Keywords: A Vocabulary of Information Society & Culture (Princeton University Press) and How Not to Network a Nation: The Uneasy History of the Soviet Internet (MIT Press) in which he offers an account of the Soviet Union’s failed attempts to construct their own national computer networks for civilians during the height of the Cold War tech race.
https://petersbenjamin.wordpress.com/
Tweet @bjpeters

Panel „Le pouvoir des algorithmes“ – Lausanne, 9 juin 2016

Dans le cadre des 4e Journées suisses d’histoire, l’association Histoire et Informatique organise un panel sur le thème „Le pouvoir des algorithmes. Technologies numériques et rapports de force aux XXe-XXIe siècles.“

Le panel aura lieu le jeudi 9 juin 2016 à 9h15, à l’université de Lausanne (Bâtiment Anthropole, salle 3077).

Le panel comprend les interventions suivantes:

Ces interventions feront l’objet d’une publication dans le prochain volume (Vol. 20, 2017) de la revue Histoire et Informatique.

Assemblée générale 2016

L’association Histoire et Informatique tiendra son assemblée généale 2016 le samedi 11 juin 2016 à 12h30 à l’université de Lausanne (Bâtiment Anthropole, salle 2013).

L’ordre du jour est le suivant:
1. Begrüssung / Bienvenue
2. Wahl der Stimmenzähler/-innen / Election des scrutateurs/ scrutatrices
3. Abnahme des Protokolls der Generalversammlung vom 20.11.2015 des Vereins Geschichte & Informatik in Bern / Acceptation du procès-verbal de la dernière AG de Berne du 20.11.2015
4. Jahresbericht 2016 / Rapport d’activité 2016
a. Panel Journées suisses d’histoire
b. Revue Histoire et Informatique volume 20
5. Jahresrechnungen 2015 / Comptes 2015
6. Berichte des Revisors (Marco Jorio) / Rapports du vérificateur des comptes (Marco Jorio)
7. Statutenrevision / Révision des statuts
8. Austritte, Wahlen / Démissions, Elections
a. Rücktritte / Démissions
b. Neue Beisitzer / Nouveaux membres
c. Wahl des Vorstandes / Election du comité
9. Diverses / Divers

Hin zum digitalen Cappelli – HaCkapelli

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Unter dem Titel „Ad fontes Cappelli Hackathon“ läuft seit Ende September das Vorhaben, Adriano Cappellis Lexicon abbreviaturarum unter Mithilfe des interessierten Publikums ins digitale Medium zu transportieren. Das „Wörterbuch lateinischer und italienischer Abkürzungen, wie sie in Urkunden und Handschriften besonders des Mittelalters gebräuchlich sind; dargestellt in über 14000 Zeichen, nebst einer Abhandlung über die mittelalterliche Kurzschrift, einer Zusammenstellung epigraphischer Sigel, der alten römischen und arabischen Zählung und der Zeichen für Münzen, Masse und Gewichte“ – so der deutsche Volltitel der zweiten Auflage – wurde 1899 veröffentlicht und danach schnell zum unabdingbaren Standardwerk der Mittelalterforschung.

Durch das Projektteam von „Ad fontes“ sowie eine wachsende Zahl an Beta-Testern und Interessierten wurden in der Zwischenzeit bereits fast ein Sechstel der Abkürzungen transkribiert und die verwendeten Abkürzungszeichen graphisch verortet. Es bleibt aber viel zu tun und jede Hilfe ist willkommen.

Auf der Seite http://www.adfontes.uzh.ch/cappelli findet sich eine hilfreiche Anleitung und nach der Registrierung steht der Mitarbeit nichts entgegen.

HaCkapelli

HACKAPPELLIUm dem Projekt zusätzliche Schubwirkung zu verleihen, findet am 22. Oktober in Zürich zwischen 14:00 und 23:00 Uhr der HaCkapelli-Hackathon statt, an welchem möglichst viele Abkürzungen transkribiert und kategorisiert werden sollen. Der Anlass findet im Hauptgebäude der Universität Zürich, KO2-F-153, statt und die OASE des Historischen Seminars wird zur Verpflegungsstätte mit Essen und Trinken. Computer stehen bereit, aber selbstverständlich können auch eigene Rechner mitgebracht werden.

Während des Hackathons berichten die folgenden Referentinnen und Referenten über ihre aktuellen digitalen Projekte:

  • Erik Hasselberg, 14:00 :
    Einführung in «Ad fontes»
  • Basil Vollenweider, 15:00:
    App fontes – die App für’s Archiv
  • Eliane Kurmann, 15:30:
    Afrika im Fokus – Fotografie in «Ad fontes»
  • Thomas Bruggmann, 16:00 :
    Urkundenbücher im Netz: Das Bündner und das Liechtensteinische Urkundenbuch
  • André Bruggmann, 16:30 :
    Geographisch-interaktive Darstellung des HLS
  • Rainer Hugener, 17:00:
    Rechtsquellen im Netz. Neue Präsentationsformen, Zugänge und Kooperationen
  • Infoclio, 17:30:
    Compas – eine Ressource für Studierende
  • Natalia Korchagina, 18:00:
    Automated recognition of temporal information in Swiss law sources
  • Erik Hasselberg, 18:30:
    Cappelli & Digital Humanities – Neue Perspektiven
  • Pascale Sutter/Bernhard Ruef, 19:00:
    Ontologien in Rechtsquellen
  • Rezia Krauer, 19:30:
    Das Chartularium Sangallense und monasterium.net
  • Jonas Schneider, 20:00:
    HLS und GIS
  • Jolanda Hunziker, 20:30:
    App fontes – die App für’s Archiv

Weitere Informationen zum Projekt und zum Anlass finden sich unter http://www.adfontes.uzh.ch/1000.php und http://www.adfontes.uzh.ch/capelli.

Nach der Erfassung werden die insgesamt rund 14’000 Abkürzungen mittels elaborierter Abfragemöglichkeiten durchsuchbar sein, so dass sich auch nur partiell lesbare Zeichenfolgen erfolgreich entziffern lassen sollten. Zudem ist ein Einsatz in der hier bereits früher vorgestellten App fontes sowie die Offenlegung des Datensatzes zur Nachnutzung geplant. Begrüssenswert ist weiterhin, dass das Projekt nach der Erfassung Cappellis Abkürzungen nicht zu geruhen gedenkt, sondern bereits an die Aufnahme und Systematisierung zusätzlicher Abkürungen denkt, etwa deutsch- und französichsprachiger Kurzformen.

Die Mithilfe an dieser wertvollen Ressource wird sich zweifellos lohnen!

Call for paper: Scholarship in Software, Software as Scholarship: From Genesis to Peer Review

29–30 January 2015, Universität Bern
Organized by Digital Humanities@University of Bern & infoclio.ch
Deadline for Abstracts: 11 October 2014

‘Expressions’, 29 January 2015: Workshop on Software-based Scholarship

Computation and software analysis have entered nearly every imaginable field of scholarship in the last decades, in a variety of forms from digital publication of results to computational modelling embedded in experimental work. In each of these digital outputs – be it an interactive publication with mapping of relevant geo-referenced data, or perhaps a statistical program for the categorization of millions of books according to their literary genre – there is some manifestation directly in the computer code of the scholarly thought that underlies the project, of the intellectual argument around which the outcome is based.

The fact that scholarly software includes scholarly content is reasonably well-accepted. What remains controversial is the attempt at identification, in any particular instance, of what scholarly contribution has been made by a piece of software. Its makers tend to express the scholarship in writing separate from the software itself, if they even make explicit at all the scholarly reasoning that went into the code; its reviewers and users tend either to treat the software as a ‘black box’, opaque to informed scrutiny and therefore to be looked on with grave suspicion, or to deny that this particular software has any scholarship inherent to the source code. Given that our mechanisms for identifying and evaluating the scholarship within computer code are nearly nonexistent, we must ask: how do intellectual arguments — how does scholarship — come to be expressed in the software of digital humanities? How does this scholarship, so evident in theory but so elusive in practice, fit into the scientific process of advancement of knowledge?

These questions and related ones will be considered during a day-long workshop, to take place on 29 January 2015 in Bern. The topic has a wide range of approaches, and we therefore hope to receive contributions from many different perspectives. Some examples of specific questions to be addressed could include:
• What are the mechanisms by which scholarly models are expressed in computer code? How does the explicit expression in an unambiguous syntax affect the nature of what we are trying to express? What happens when our ‘arguments’ become manipulable and dynamic?
• Is a software program or library necessarily a ‚black box‘, in the sense of Latour? To what extent may we rely on these ‚black boxes‘, and do we have precedent in the pre-computational age for doing so?
• If scholarly software can be considered as a dynamic and manipulable, if explicit and syntactic, form of expression, how does it change the scientific and/or hermeneutic process in the different fields of scholarship?
• All scholarly software needs a vast amount of supporting code – programs and libraries necessary for the software to run, but working at a greater or lesser remove from the direct scholarly argument – in order to run. Who provides this support, what recognition is granted to them within the academic ecosystem, and how do we as a community sustain their work and their careers?

‘Evaluation’, 30 January 2015: Round table on Peer Review for Digital Scholarly Work

Related to the question of the expression of scholarship in software, and in other forms of digital publication as well, is the question of how to evaluate it. This topic will be the focus of a half-day roundtable, Peer Review for Digital Scholarly Work, to be held on 30 January 2015. Digital scholarly works such as Digital Editions, Digital Libraries, Digital Exhibitions, Data Visualization, Geographical Information Systems and the like are increasingly frequent in the Humanities, as main or secondary output of research projects; the question of how best to evaluate them takes on ever greater importance. At the moment, researchers doing digital scholarly work are usually unable to obtain academic credit for their work—in order to obtain scholarly recognition, they must additionally publish a “normal” article in a print-based journal about their digital work.

As universities and national research funding agencies across the world move toward encouraging more digital scholarship in the humanities, there is an urgent need to discuss the criteria and benchmarks that should be in place for evaluating digital scholarly work. We welcome contributions about existing initiatives in this domain as well as more theoretical contributions that treat the topic of peer review of digital scholarly work.

Practical information

We now invite participants for each of the workshop and the round table.

• For the WORKSHOP, please submit a 500-word abstract of the work you will present.
• For the ROUND TABLE, please submit a 200-word “position paper” indicating your intended contribution to the discussion.

Submissions from early-career researchers and “alt-ac” practitioners within the digital humanities are particularly welcome. There are a number of travel bursaries available for speakers; if you would like to be considered for a bursary, please inform us when you submit your abstract.

Abstracts should be submitted to thomas.leibundgut@kps.unibe.ch by 11 October 2014; we will notify contributors of decisions by 23 October. Selected papers arising from the event will appear in an issue of Interdisciplinary Science Reviews, to appear in early 2016.